Humpisball
Der Humpisball bildet seit Jahren den Höhepunkt der Brochenzeller Saalfasnet. Auch in diesem Jahr standen absolute Highlights auf dem Programm: Zuerst zeigten die Mädels der großen Garde aus Brochenzell ihr Können in Perfektion. Anlässlich ihres 70-Jährigen Bestehens hatten Sie ein wahrlich grandioses Repertoire auf die Beine gestellt, welches das Publikum fasziniert bejubelte. Nachfolgend lieferte der Fanfarenzug Oberzell eine grandiose Show, die von der ganzen Halle gefeiert wurde.
Zur musikalischen Gestaltung des Abends trugen die Kauboyz maßgeblich bei, indem sie mit ihren fetzigen Rhythmen die Stimmung anheizten und die Gäste zahlreich auf die Tanzfläche lockten.
Auch die Damen des Zunftballetts brillierten mit ihrer Choreographie und wurden dafür vom einfallsreich und bunt verkleideten Publikum mit viel Applaus belohnt. Zum krönenden Abschluss konnte der sich anschließende Fanfarenzug aus Brochenzell auf der Woge der Begeisterung seinen Auftritt genießen.
Humpishausen fest in Narrenhand
Zunftmeisterempfang
Nach dem Narrengottesdienst am Morgen hatte die Narrenzunft am Fasnetssonntag Vertreter der Gastzünfte zum Zunftmeisterempfang in die Humpishalle geladen. Der offiziellen Begrüßung durch Zunftmeister Ralf Müller folgte der imposante Auftritt des Fanfarenzugs. Der FZB ließ es sich auch nicht nehmen, dem Bürgermeister Schellinger als Auslöse für den am Gumpigen Donnerstag erbeuteten Helm, das Versprechen abzunehmen, die Truppe am Rosenmontag nach Freiburg zu begleiten.
Die sich anschließenden Auftritte der Garde und der kleinen Garde verzückten und faszinierten das Publikum gleichermaßen, was mit sehr viel Beifall zum Ausdruck gebracht wurde.
Nach der Begrüßung der Ehrengäste folgten die Ehrungen des ANR: Hästrägerorden gingen an Nadine Block (kleiner und großer Hexentanz sowie Zunftballett) und Elena Koenig („dein Herz schlägt für die Garde“). Den Ehrenhäsorden Silberkranz erhielt Michaela Reiner für ihre langjährige Tätigkeit als Schriftführerin und als „Macherin im Hintergrund“ ebenso wie Marcus Bruder, welcher nach langjähriger Führung der Springerhexen am 11.11.2019 die Büttelschelle von Edwin Lanz übernommen hat.
Sprachlos und zu Tränen gerührt war Zunftmeister Ralf Müller ob der Ehrung mit dem Verdienstorden des ANR und der bemerkenswerten Laudatio für seinen wertvollen Dienst im Sinne der Zunft und der Fasnet durch Narrenmeister Markus Stark. Anhaltender Beifall verdeutlichte die Anerkennung aller.
Moderatorin Andrea Smigoc leitete daraufhin gewohnt kurzweilig mit Witz und Charme durch das Programm, wobei bei ihr und auch bei vielen Rednern der verschiedenen Zünfte durchaus Wehmut mitschwang, ob der Ankündigung, dass dies ihr letztes Jahr in dieser Position sei.
Hervorgehoben durch die Zunftmeisterin Eri Katzenmaier aus Lottenweiler und von weiteren Rednern für gut befunden: die Büttelpatenschaft, bei welcher der Brochenzeller Büttel Marcus Bruder den „Büttel-Frischling“ Lenny aus Lottenweiler unter seine Fittiche genommen hat und Hilfestellung bei alltäglichen „Büttelanliegen“ bietet. Dies soll als wertvolles Beispiel für das Einführen einer generellen Büttelpatenschaft beim ANR dienen.
Musikalische Highlights wie das Humpislied gespielt von einer gemeinsamen Abordnung der Musikkapellen aus Kehlen, Ettenkirch, Meckenbeuren und Brochenzell oder das Medley der Lumpenkapelle aus Mecka bereicherten den Zunftmeisterempfang und alle Anwesenden genossen schunkelnd, klatschend und singend die prächtige Stimmung, zu welcher auch so mancher Redebeitrag sowie die Verköstigung in Form von Maultaschen mit Kartoffelsalat beitrug.
Zum krönenden Abschluss gab es Standing Ovations für Andrea Smigoc und sie verabschiedete sich singend mit „Ciao Amore“ in welches die gesamte Halle miteinstimmte.
Humpis – Ahoi – Umzug isch um zwoi
Bei – wider Erwarten – trockenem Wetter wurde Humpishausen beim nachmittäglichen Umzug wieder einmal zur Narrenhochburg: Tausende Zuschauer säumten den Umzugsweg und waren ebenso gut gelaunt wie die Narrenschar, welche sich auf den Weg vom Bahnhof Richtung Humpishalle und Partyzelt machte. Ausgelassen wurde gefeiert, die vorbeiziehenden Gruppen und ihre Darbietungen wurden bestaunt und bejubelt und der Fasnetssonntag wurde bis tief in die Nacht hinein im ganzen Ort ausgiebig genossen.

